Der Purple Guide gilt seit langem als unverzichtbares Nachschlagewerk der britischen Veranstaltungsbranche für die Planung sicherer und erfolgreicher Veranstaltungen.
Die aktualisierte Ausgabe spiegelt die sich schnell verändernden Realitäten des Eventmanagements wider – von der Sicherheit der Menschenmenge und Nachhaltigkeit bis hin zur Notfallresistenz und der zunehmenden Nutzung digitaler Planungsplattformen wie OnePlan.
Für Veranstalter, lokale Behörden und Sicherheitsexperten ist der Purple Guide mehr als nur ein Dokument zur Einhaltung von Vorschriften – er ist ein Leitfaden für eine intelligentere und kooperativere Planung. Dieser Blogbeitrag fasst die wichtigsten Punkte des Purple Guide zusammen.
1. Verstehen Sie Ihre Website und Ihr Publikum
Alles beginnt mit dem Verständnis der Art der Veranstaltung, ihres Publikums und der Eignung des gewählten Standorts.
Kapitel 3 (Veranstaltungsort und Standortgestaltung) macht es deutlich: Ihr Layout, Ihre Infrastruktur und Ihr Betriebsdesign sollten das Publikumsverhalten, die Größe und die Standortbedingungen widerspiegeln.
Die zentralen Thesen:
Prüfen Sie die Eignung des Standorts frühzeitig: Analysieren Sie Gelände, Gefälle, Sichtverhältnisse und Zufahrtswege, bevor Sie sich für einen Standort entscheiden.
Daten sammeln: Vorab-Besichtigungen sollten die Bewegungen der Menschenmenge, die Versorgungseinrichtungen, die Wohlfahrtspunkte und die Zufahrtsmöglichkeiten für Notfälle erfassen.
Das Design sollte dem Publikumsprofil angepasst werden: Familienfreundliche Veranstaltungen unterscheiden sich stark von energiegeladenen Konzerten oder Ausdauerwettkämpfen.
Der Purple Guide betont, dass gutes Site-Design verhindert Probleme. Digitale Tools wie OnePlan ermöglichen es Veranstaltern, Layouts zu testen, Besucherrouten zu überlagern und Engpässe zu erkennen, bevor der Aufbau beginnt – das spart Zeit, Geld und Stress.
2. Resilienz und Notfallplanung
In den Kapiteln 4 und 26 geht es um eine zentrale Verantwortung: Resilienz. Veranstalter müssen sich auf Störungen vorbereiten, seien es Unwetter, Menschenmassen oder Sicherheitsbedrohungen.
Voraussetzungen sind:
Definition einer Einsatzleitungsstruktur unter Verwendung der JESIP-Prinzipien und des Joint Decision Model (JDM).
Vorbereitung von Evakuierungs-, Inkubations- und Abriegelungsstrategien , unterstützt durch Mitarbeiterbesprechungen und Beschilderung.
Einrichtung geschützter Räume als Unterkunft oder für die medizinische Erstversorgung.
Durchführung von Planspielen mit mehreren Behörden vor Großereignissen.
Dieser Abschnitt steht in engem Zusammenhang mit dem demnächst erscheinenden Martyn'schen Gesetz (Schutzpflicht) – er bekräftigt, dass Sicherheit und Schutz von Anfang an in die Veranstaltungsplanung integriert und nicht nachträglich hinzugefügt werden sollten.
3. Crowd-Management
Eines der detailliertesten und praxisorientiertesten Kapitel des Leitfadens befasst sich mit Crowd-Management. In diesem Abschnitt wird Crowd-Management als ein kontinuierliches System der Planung und Durchführung neu definiert , nicht als ein statischer Plan.
Zu den wichtigsten Grundsätzen gehören:
Das DIM-ICE-Modell (Design, Information, Management – Ingress, Circulation, Egress) bleibt der Eckpfeiler bewährter Verfahren.
Dynamische Besuchermanagementpläne sollten sich mit der Änderung der Geländegestaltung oder der Gegebenheiten weiterentwickeln.
Die Organisatoren sollten Kapazität, Durchflussraten und Verweilzeiten modellieren und überwachen.
Die für die Sicherheit bei Menschenmengen zuständigen Beamten müssen kompetent sein und klare Verantwortlichkeiten sowie geeignete Kommunikationsmittel besitzen.
Der Leitfaden betont, dass die Sicherheit der Menschenmenge im Mittelpunkt des Protect Duty-Konzepts steht – jeder Veranstalter hat die proaktive Pflicht, für sichere Bewegungen zu sorgen. Im Leitfaden heißt es: „Wir bewegen nicht nur Menschen; wir managen Erfahrungen und Erwartungen.“
Plattformen wie OnePlan Machen Sie dieses Prinzip greifbar, indem Sie den Organisatoren ermöglichen, Eingangswege abzubilden, Absperrlinien einzufügen, den Verkehrsfluss zu simulieren und den Ausgang in realem Maßstab zu planen.
4. Medizinische Versorgung und Notfallmanagement
Kapitel 5 beschreibt ausführlich die medizinische Bedarfsanalyse, die auf die Zielgruppendemografie, das Wetter, das Aktivitätsniveau und die Dauer zugeschnitten sein muss.
Der Leitfaden erwartet:
Kompetente medizinische Fachkräfte, die innerhalb von Sekunden eine Erstversorgung gewährleisten können.
Vor Ort befindliche Triage-Punkte und barrierefreie Zufahrtswege für Krankenwagen.
Regelmäßige Übungen zwischen medizinischem Personal und Sicherheitsteams.
Ein Bericht nach dem Ereignis, der Vorfälle und Reaktionszeiten analysiert.
Häufige Auslöser von Vorfällen – wie Hitze, Menschendichte, Alkohol oder Zuschaueraktivität – können durch intelligente Planung und datenbasierte Standortgestaltung gemildert werden.
5. Temporäre Bauten und Arbeiten in der Höhe
In den Kapiteln 8 und 9 werden temporäre demontierbare Strukturen (TDS) nun explizit mit den Bau- und Managementvorschriften (CDM) 2015 verknüpft , um dem Umfang und dem Risiko temporärer Bauten Rechnung zu tragen.
Veranstalter müssen:
Beauftragen Sie bereits in der Planungsphase kompetente Planer und Bauunternehmer .
Stellen Sie sicher, dass für jedes Bauwerk ein Windmanagementplan , Lastberechnungen und Abnahmezertifikate vorliegen.
Führen Sie regelmäßige Inspektionen durch – insbesondere nach Unwettern.
Halten Sie vor Ort die vollständige Dokumentation für Sicherheitsbeauftragte und Behörden bereit.
In diesem Bereich wird zunehmend Planungstechnologie eingesetzt, um bauliche Anordnungen zu visualisieren und klare Trennzonen, Zufahrtswege und Kranschwenkbereiche sicherzustellen.
6. Kommunikation und Kontrolle
Effektive Kommunikation ist die Grundlage jeder sicheren Veranstaltung. Der Purple Guide empfiehlt robuste Systeme für die operative Koordination, die Reaktion auf Notfälle und die Information der Öffentlichkeit.
Wichtige Hinweise:
Halten Sie zwei Kommunikationssysteme bereit – Funkgeräte (mit geschulten Benutzern) und ein zuverlässiges Backup (Lautsprecheranlage, Durchsageanlage oder Boten).
Vermeiden Sie eine übermäßige Abhängigkeit von Mobilfunknetzen, die bei hohem Datenverkehr häufig ausfallen.
Verwenden Sie gemeinsam genutzte digitale Karten und Dokumentationen, um alle Teams auf dem Laufenden zu halten.
Bereiten Sie vorgefertigte öffentliche Durchsagen für Evakuierungen, Vermisstenmeldungen oder Wetterwarnungen vor.
Integrierte Kontrollräume sollten die Leitungen für Sicherheit, Schutz, Kommunikation und Medizin umfassen – alle mit klarer Sicht auf den Live-Eventplan.
7. Lebensmittelsicherheit und Händler
Der Leitfaden erinnert die Organisatoren daran, dass sie letztendlich für die Gewährleistung der Sicherheit von Händlern und Caterern verantwortlich sind.
Zu den Kontrollen gehören:
Registrierung als Lebensmittelunternehmer (FBO).
Gültige Hygienebewertungen und Risikobewertungen.
Nachweis der elektrischen Sicherheit (PAT) und LPG-Inspektionen.
Richtige Trennung von Koch- und Brennbereich.
Feuerlöschausrüstung und Notfallverfahren vorhanden.
Werden die Anmeldeinformationen der Händler nicht überprüft, kann dies zum Erlöschen der Versicherung und Lizenz einer Veranstaltung führen – ein häufiges Versäumnis, vor dem der Leitfaden warnt.
8. Nachhaltigkeit und Abfallmanagement
Die Umweltverantwortung ist eine wichtige Aktualisierung im Jahr 2025 und spiegelt die Verpflichtungen gemäß dem Umweltgesetz 2021 wider.
Empfehlungen:
Trennen Sie Lebensmittel-, Wertstoff- und Restmüll – gemessen nach Gewicht.
Vermeiden Sie Einwegkunststoffe (Teller, Besteck, Behälter, Strohhalme).
Nehmen Sie die Abfallberichterstattung in die Leistungsbeurteilungen der Auftragnehmer auf.
Planen Sie Sammelrouten und Abfallzonen hinter dem Haus, um den Fahrzeugverkehr vor Ort zu reduzieren.
Partnerschaften mit zertifizierten Abfallentsorgungsunternehmen und eine transparente Berichterstattung über das Ende der Lebensdauer sind mittlerweile erwartete Branchennormen.
9. Sicherheit, Polizei und Drohnen
In den Kapiteln 25–28 des Purple Guide spiegeln die Ratschläge die sich entwickelnde Bedrohungslandschaft für öffentliche Veranstaltungen wider.
Organisatoren sollten:
Halten Sie engen Kontakt zu den Sicherheitsberatungsgruppen (SAGs) und der örtlichen Polizei.
Beachten Sie die Empfehlungen der National Events Intelligence Unit (ehemals Operation Gothic) zum Informationsaustausch über Künstler oder Publikum mit erhöhtem Risiko.
Verankerung des Bewusstseins für Terrorismusbekämpfung durch Schulungen wie NaCTSO , Project Argus und Project Griffin.
Richten Sie klar definierte Drohnenbeschränkungszonen ein , die durch Bußgelder und gut sichtbare Hinweisschilder gekennzeichnet sind.
Drohneneinsätze gelten mittlerweile als erhebliches Betriebs- und Reputationsrisiko, insbesondere in der Nähe von belebten Bereichen oder Bühnen.
Sehen Sie die Wege OnePlan kann Sie bei der Planung Ihrer Veranstaltungssicherheit unterstützen.
10. Spezialisierte Veranstaltungsarten
Spätere Kapitel des Leitfadens behandeln Nischenbereiche, die jedoch von wesentlicher Bedeutung sind:
Tiere bei Veranstaltungen – die Richtlinien der RSPCA und der British Horse Society sind zu beachten.
Feuerwerkskörper und Pyrotechnik – nur von qualifizierten Fachbetrieben mit Risikobewertungen und Reinigungsverfahren.
Freiwilligenmanagement – Bereitstellung von Einarbeitung, Betreuung und klar definierten Berichtswegen.
Barrierefreiheit – Sicherstellen, dass Wege, Aussichtspunkte und Einrichtungen den Anforderungen des Gleichstellungsgesetzes entsprechen.
Der Purple Guide in der Praxis
Der Purple Guide unterstreicht einen klaren Grundsatz: Sicherheitsmanagement ist ein dynamischer Prozess – kein statischer Plan.
Jeder Plan sollte überprüft, getestet und bei veränderten Bedingungen aktualisiert werden.
Für Organisatoren besteht die Schlussfolgerung darin, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit in einer digitalen Planungsumgebung zu integrieren. Tools wie OnePlan Machen Sie dies möglich – indem Sie eine einzige gemeinsame Karte für das Crowd Management, Notfallmaßnahmen, die Koordination von Auftragnehmern und Informationen zum Veranstaltungsort bereitstellen.
Die hier enthaltenen Inhalte wurden aus dem Purple Guide des Events Industry Forum zusammengefasst. Hier geht es zum Purple Guide >
Dieser Artikel enthält oben auf der Seite ein KI-generiertes Bild, das lediglich zu Illustrationszwecken dient. Es zeigt keine realen Ereignisse oder Personen.